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Die Bibel als Remix
Die digitale Gesellschaft lanziert gerade eine neue Kampagne: Recht auf Remix. Mir gefällt daran, dass hier versucht wird mit konkreten, umsetzbaren Forderungen die vielfach verfahrene Urheberrechtsdebatte weiterzubringen. Ein Mittel der Kampagne ist, Unterzeichner_innen einzuladen, ihre Lieblingsremixes einzureichen, um damit auch deutlich zu machen, dass Vielfalt und Kreativität durch Remixen und Kopieren gefördert wird.
Ich konnte nun nicht widerstehen und musste da die Bibel einreichen. Das möchte ich hiermit (auch, weil auf Twitter schon wer nachgefragt hat) genauer begründen:
Die Bibel ist - literarisch betrachtet - ein Produkt verschiedenster, oft sogar unbekannter Autor_innen über eine lange Zeit. Exeget_innen tüfteln bis heute daran, die verschiedenen Textschichten herauszufiltern - sozusagen an der Rekonstruktion des Remixes. Natürlich gab es dann in den ersten Jahrhunderten des Christentums einen Kanonisierungsprozess und der Text ist so geworden, wie er uns jetzt überliefert ist, inklusive offizeller und nicht-offizieller Übersetzungsvarianten. Das ist aber eigentlich auch typisch für die Remix-Kultur. Ein Video z.B. von Maschek kombiniert die Fernsehbilder mit eigenem Text - wenn es aber einmal fertig ist, ist es ein eigenständiges Kunstwerk.
Diese literarische Sichtweise der Bibel tut dem viel weiteren Verständnis der Bibel von ChristInnen als Heilige Schrift und Offenbarung keinen Abbruch. Vielmehr glaube ich, dass diese Sichtweise auch neue Zugänge für heutige Menschen öffnen kann. Ein "kleines" Hemmnis gibt es aber: Im deutschsprachigen Raum ist nicht mal der Bibeltext wirklich frei zugänglich. Das glaubst du nicht? Die Offene Bibel erklärt es und arbeitet intensiv an Abhilfe.
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Bravo, FIFTITU%!
Eine tolle Aktion von FIFTITU% bei der Eröffnung des Musiktheaters gegen den männlichen Normalbetrieb, der bei solchen Prunkbauten besonders deutlich zu Tage tritt, ist im Video zu sehen. Aber schade, dass ich das in live verpasst habe. Hätte mich mehr interessiert als das Eröffnungsspektakel von dem ich als eine, die ganz in der Nähe wohnt, immer wieder beschallt werde. Man_frau stelle sich vor, dass würde die KAPU machen!?
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Scheitern lernen

Ich habe heute meine Diplomprüfung der Theologie nicht geschafft. Naja, klar kann ich sagen, dass ich 2/3 (Pastoraltheologie und Diplomarbeit) hin gekriegt habe, aber das schwierige und umfangreiche Fach Moraltheologie muss ich noch vorm Sommer noch einmal machen.
Natürlich mache ich da Ursachenforschung: Tagesverfassung; Glück oder eben Pech bei den Fragen; ein durcheinander geratener Zeitplan beim Lernen (weil ich Ende Februar fast zwei Wochen krank war); ansich schlechte Work-Studium-Balance; die Aufregung gestern wegen unserem neuen Papst Franziskus ... whatever: Ich habe es nicht geschafft und vermutlich hat das eine Fülle von Ursachen.
Tröstlich mag auch irgendwie sein, dass ich nicht die einzige bin, die in der Moraltheologie durchgefallen ist. Tröstlich heute waren aber vor allem die vielen liebevollen Rückmeldungen meiner Studienolleg_innen vor Ort und genauso auf Twitter und Facebook. Riesengrosses Danke @all!
Theologie-Studieren war bisher für mich immer ein Weg aufwärts und vorwärts. Ich liebe dieses Studium und würde es wirklich jeder und jedem aus ganzem Herzen empfehlen. Die Theologie hat mir nicht nur interlektuell, sondern auch ganz persönlich ganz neue Welten eröffnet, die ich auf keinen Fall mehr missen möchte. Im Studium war ich bisher ganz gut, hatte doch meist recht gute Noten und nie ist mir die Freude am Studium abhanden gekommen, auch wenn ab und an was dabei war, was gerade nicht so spannend war. Im Studium habe ich das theologische Fragen gelernt und den Dingen auf den Grund zu gehen - was vielleicht als Grundhaltung viel wichtiger ist als das immer exakte Antworten-Bereithaben. Ich glaube auch, dass ich zu Recht sagen kann, dass ich eine echt gute Diplomarbeit geschrieben habe, auch wenn dieses Projekt etwas länger gedauert hat als üblich.
Nun stehe ich vor einer Kontrasterfahrung - und das ausgerechnet am Schluss. Ich habe heute auch gehört "Das hätte ich mir von Dir nicht erwartet". Und irgendwie trifft das ja auch, was ich mir von mir nicht erwartet hätte.
So ist es wohl an der Zeit nicht nur die Moraltheologie für den nächsten Prüfungstermin besser zu lernen, sondern mich auch die Erfahrung des Scheiterns einzuspüren - genau dort, wo ich es bisher anders erfahren habe als stetes selbstbewusstes Vorwärtsgehen. Ich will nun nicht sagen, dass ich noch nie wo gescheitert wäre (wer nicht?), aber neu ist für mich, dass mir das bei etwas passiert, was so sehr mit meinem eigenen ganz persönlichem Selbstverständnis verkoppelt ist wie das Theologie-Studium. Mal sehen was aus dieser neuen Erfahrung wird. Vielleicht gehört genau das noch dazu, um manche Euphorie ins rechte Licht zu rücken. Naja, das ist schwacher Trost: Ich bin schon traurig.
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Meine Diplomarbeit "Digital Natives und kirchliche Kommunikation" ist online
... und zwar hier im Blog auf einer eigenen Seite: http://andreame.at/diplomarbeit
Viel Vergnügen beim Schmöckern und Feedback wäre cool!
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Auf zu kirchehoch2

Der Koffer ist fast schon fertig gepackt, denn morgen fahre ich nach Hannover. Eingepackt sind auch Taschentücher-Berge, aber vom Schnupfen mag ich mich nicht abhalten lassen. Am Donnerstag vormittag ist kurz Touristinnenprogramm angesagt und dann geht es auch schon los mit kirchehoch2 - ein ökumenischer Kongress. Ich bin gespannt, ob der Funke der "fresh expressions of church" wirklich überspringt. Naja, ein bisserl ist das auf Twitter vorab ja schon passiert. Und wenn ich solche Artikel (PDF) lese, dann weiss ich schon, dass es gut ist, dass ich mir da die Zeit dafür nehme - und die Zeit im Zug zum Lernen nutze. Dort gibts ja sowieso kein Internet ;-)
Vor Ort ist das dann anders mit dem Internet und ich kann fleissig vom Kongress twittern und finde die anderen Twitterant_innen. Wer keine Tickets mehr bekommen hat oder aus sonst einem Grund bei kirchehoch2 nicht dabei ist, kann übrigens zu gewissen Zeiten Livestream gucken. Das könnte sich lohnen!
Update: Andrea Rehn-Laryea hat schon einige Blogeinträge zu kirchehoch2 zusammengesammelt.
Wäre ich nicht schon lange mit kirchehoch2 verplant, dann wäre ich am Sa. 16.2. nach Wien zur Demo des #refugeecamp gefahren. Ich werde aber jedenfalls an Euch denken und hoffe es werden viele, die da für Menschenrechte aufstehen!
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Gastfreundschaft beim #refugeecamp
Gestern war ich gemeinsam mit Freund_innen in Wien in der Votivkirche, um die Refugees zu besuchen, aber auch um mir endlich in der Sache eine Meinung vor Ort zu bilden. Organisiert haben wir das über PANGEA, waren zu viert und haben es erfreulicherweise auch geschafft, einen über Spenden finanzierten Laptop mit Internetzugang mitbringen zu können. Danke an alle, die sich daran ganz spontan beteiligt haben! Der Laptop ist gut angekommen und nach einem Anruf heute weiss ich, dass er schon im Einsatz ist.
CC BY-NC-SA 2.0 DD4RC
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Politisches Nachtgebet in Solidarität mit dem #refugeecamp

Am Montag, 28. Jänner 2013, gibt es um 18.00 Uhr ein politisches Nachtgebet. In Linz findest dieses in der Ursulinenkirche statt, es gibt aber auch Gebete der Solidarität in Wien und Graz. Damit ja niemand sagt, er_sie habe es nicht gewusst, steht es hier nochmal.
>> Infos zum Politischen Nachtgebet
Das Foto (by Daniel Weber) zeigt übrigens die Realität in der Votivkirche: immer mehr sind die Refugees dort eingesperrt :-(
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Video Demo #refugeecamp in Linz
Heute war ich auf der Demo in Solidarität mit dem #refugeecamp und habe ein Video zusammengeschnipselt. Ich finde es so befreiend, da auf die Demo zu gehen und was zu machen - anders ist es einfach nicht auszuhalten, denn ganz besonders bei den rechten Parteien hält die Ignoranz, wenn es um Menschenrechte für Refugees geht, leider nach wie vor an. Drum: Wir müssen was tun!
Das Video gibts auch bei DORF und Ich mach Politik.
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Nein zum Berufsheer
In Ermangelung einer einer echten friedenspolitischen Alternative am Stimmzettel werde ich morgen schweren Herzens für die Wehrpflicht stimmen. Mein zentrales Argument für diese Entscheidung ist, dass ich auf keinen Fall ein System will, dass die noch stärkere Einbindung Österreichs in Kampfeinsätze im Rahmen der EU oder anderen Militärpakte ermöglicht. Das ist das Berufsheer. Ich will nicht, dass in meinem Namen Kriege geführt werden.
Freuen tut mich diese Entscheidung aber überhaupt nicht - aber in der ganzen Debatte in den letzten Wochen gab es überhaupt wenig Hoffnung, dass Frieden und zivile Konfliktprävention durch ein neutralen Land Österreich wieder auf der Tagesordnung stehen. Da gibts auch nach dem 20. Jänner noch viel zu tun.
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Einladung zur Blogparade: #refugeecamp

[For english information scroll down]
Seit mehr als 2 Monaten gibt es selbstorganisierte Proteste von AsylwerberInnen in Österreich, meines Wissens erstmals in dieser Form in Österreich. Es geht dabei darum grundlegende strukturelle Veränderungen im Asylsystem zu erreichen. Es geht um Menschenrechte! Derzeit sind 45 Refugees in der Wiener Votivkirche im Hungerstreik, der extremsten Form gewaltfreien Protests.
Die Refugees können jede Form von medialer Aufmerksamkeit und Solidarität brauchen. Dazu kann die Blogosphäre etwas beitragen:
Manche Bloggerinnen und Blogger haben das #refugeecamp schon zum Thema gemacht, manche haben das noch nicht getan. Ich möchte darum zu einer Blogparade einladen - ganz besonders jene BloggerInnen, die das Thema noch nicht aufgegriffen haben - auch wenn sich Dein Blog normalerweise mit ganz anderen Themen beschäftigt und Du vielleicht (wie ich) nicht in Wien bist. Wer über das Thema schon gebloggt hat, kann es aber gerne nochmal tun und ist genauso herzlich eingeladen, bei der Blogparade mit dabei zu sein.
Was ist eine Blogparade?
In einem Blog wird dazu eingeladen (hiermit passiert). Wer sich beteiligen will, schreibt im eigenen Blog zum Thema und informiert via Trackback oder einem Kommentar im Ausgangsbeitrag darüber. Weitere Verbreitung via Social Networks ist natürlich auch gewünscht! Im einladenden Blog gibt es eine abschließende Zusammenfassung und Übersicht. [mehr zu Blogparaden findet sich bei #sbsm oder direkt hier].
Blogparade #refugeecamp kompakt
>>> Thema der Blogparade ist das #refugeecamp. Was Du dazu genau schreibst, ist Dir überlassen. Am besten informieren zum Thema kannst Du Dich im Blog der Refugees oder natürlich direkt vor Ort in der Votivkirche.
>>> Blog-Beiträge bitte bis 23. Februar 2013 schreiben.
>>> Hierhin verlinken, damit andere auch was von der Blogparade mitbekommen!
>>> Auf Trackback oder Kommentar hier unten nicht vergessen!
Als Hashtag für Twitter & Co schlage ich vor: #refugeecamp #blogparade
Ich freue mich auf zahlreiche Beteiligung!
PS: Wer kein Blog hat, könnte ja die Gelegenheit nutzen und sich eines zulegen ;-) Es gibt aber auch viele andere Möglichkeiten, seine Solidarität mit dem #refugeecamp zum Ausdruck zu bringen. Schau dazu mal auf http://refugeecampvienna.noblogs.org/
PSS: Beiträge, die bis dato eingelangt sind in übersichtlicher Ansicht auf Scoop.it
Aktuelle Blog-Einträge
- Die Bibel als Remix
- Bravo, FIFTITU%!
- Scheitern lernen
- Meine Diplomarbeit "Digital Natives und kirchliche Kommunikation" ist online
- Auf zu kirchehoch2
- Gastfreundschaft beim #refugeecamp
- Politisches Nachtgebet in Solidarität mit dem #refugeecamp
- Video Demo #refugeecamp in Linz
- Nein zum Berufsheer
- Einladung zur Blogparade: #refugeecamp








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