andrea's blog

Sep
13

Feel the blood

Das hat Wolfie C. treffenderweise bei diesem Video kommentiert. Und doch ist es phaszinierend zu sehen, wie sich die Grenzen Europas seit dem Jahr 1000 bis heute verschoben haben.

Sep
7

Frequenzrauschen aus der Vergangenheit

Vor einiger Zeit habe mit drei anderen Frauen - Claudia Dworschak, Gabi Kepplinger und Andrea Reisinger - tief in unseren Erinnerungen gegraben und einiges über die Zeit der Anfänge des Freien Radios und Radio FRO 105.0 zu Tage befördert. Es geht um die Zeit irgendwann zwischen 1995 und 1997.

Manuela Mittermayer hat daraus eine tolle Sendung gemacht. Ich freue mich schon auf die weiteren Folgen dieser Reihe von SpaceFemFM.

Aug
30

@andreame kocht

Ich sammle und teile meine Lieblingsrezepte seit einer Weile in einem Tumblr:

@andreame kocht

Viel Spass beim Nachkochen!

Aug
27

Urlaubspic schauen

Hamburg, Kopenhagen, Oslo, Brügge, Honfleur, Guernsey, Isle of Wight, Brüssel - das waren die Stationen der Sommerreise 2013. Schön wars und Glück hatten wir auch: 2 Tage Regen bei 29 Tage im Norden sind auch im Sommer wirklich super. Ich bin prächtig erholt und schön langsam komme ich in Linz auch wieder an.

Alle Fotos sind auf Flickr. Da ich fast nur mit Instagram fotografiert habe, werde ich wohl das nächste Mal den "normalen" Fotoapparat gar nicht mehr mitnehmen. Times are changing ;-)

Aug
4

Hamburg: Stadträder und Gentrifizierung alá Bio

rad

Sieben Tage bin ich schon in Hamburg. Echt eine Wohlfühl-Stadt, da könnte ich mir vorstellen zu leben. Naja, wenn das Wetter so toll ist wie die letzte Woche.

Touri-Tipps

Die Sehenswürdigkeiten aus dem Reiseführer sind die meisten abgeklappert und für gut befunden. Besonders gefällt mir die Speicherstadt und empfehlen würde ich jedenfalls einen Besuch im Hamburg-Museum und eine Schifffahrt auf der Elbe nach Övelgönne, Finkenwerder und Blankenese, die übrigens netterweise mit dem normalen Tickets der öffentlichen Verkehrsmittel möglich ist. Schiffe, Schiffe, Schiffe!

Jul
27

Ja, der Koffer geht zu ;-)

... und darum heisst es in einer Stunde ciao Austria und ab in den Urlaub: Ausgiebig Hamburg und Umgebung, dann Schiffsreise via Dänemark, Norwegen, Belgien und Frankreich nach England. Was dann kommt, weiss ich noch nicht so recht, aber irgendwann werde ich schon wieder in Österreich ankommen und den Koffer auspacken.

Bin gespannt, ob es mich diesmal das Bloggen freut. Ich tue es nur, wenn es mich wirklich juckt - sonst genieße ich eher die Zeit fernab des Alltags und auch des Ständig-was-tun-müssen.

Tut mir gut. Oder?

Jul
22

Rezension Gemeinde ohne Zukunft

Für die Theologisch-Praktische Quartalschrift 3/2013 habe ich eine Rezension eines wirklich empfehlenswertes pastoraltheologischen Buches geschrieben.

Sellmann, Matthias (Hg.), Gemeinde ohne Zukunft? Theologische Debatte und praktische Modelle (Theologie kontrovers), Freiburg im Breisgau – Basel – Wien 2013

Anliegen dieses Sammelbandes ist es, die Konzeptionsdebatte von Gemeinde intensiv zu führen. Wie geht es mit Kirche vor Ort weiter? Was sind dafür tragfähige Modelle? Dabei wird auf eine ungewöhnliche, aber produktive Konzeption gesetzt: Vier Grundsatztexten der Pastoraltheologen Rainer Bucher (Graz), Andreas Wollbold (München), Herbert Haslinger (Paderborn) und Norbert Mette (Dortmund) folgen Repliken dieser auf ihre Kollegen, die in einer weiteren Runde noch einmal eine Erwiderung erfahren. Im zweiten Teil geben sieben Expert_innen (Dorothea Steinebach, Christian Hennecke, Hildegard Wustmans, Michael Böhnke, Michael Fischer, Christian Bauer, Markus-Liborius Hermann) je eine bedeutsame Handlungsanweisung für die Kirche vor Ort. Der Herausgeber widmet sich zum Schluss der Synopse der Positionen des gemeindetheologischen Diskurses und findet sechs zusammenhängende Ressourcen zukünftiger Gemeindeentwicklung.

May
12

Die Bibel als Remix

Die digitale Gesellschaft lanziert gerade eine neue Kampagne: Recht auf Remix. Mir gefällt daran, dass hier versucht wird mit konkreten, umsetzbaren Forderungen die vielfach verfahrene Urheberrechtsdebatte weiterzubringen. Ein Mittel der Kampagne ist, Unterzeichner_innen einzuladen, ihre Lieblingsremixes einzureichen, um damit auch deutlich zu machen, dass Vielfalt und Kreativität durch Remixen und Kopieren gefördert wird.

Ich konnte nun nicht widerstehen und musste da die Bibel einreichen. Das möchte ich hiermit (auch, weil auf Twitter schon wer nachgefragt hat) genauer begründen:

Die Bibel ist - literarisch betrachtet - ein Produkt verschiedenster, oft sogar unbekannter Autor_innen über eine lange Zeit. Exeget_innen tüfteln bis heute daran, die verschiedenen Textschichten herauszufiltern - sozusagen an der Rekonstruktion des Remixes. Natürlich gab es dann in den ersten Jahrhunderten des Christentums einen Kanonisierungsprozess und der Text ist so geworden, wie er uns jetzt überliefert ist, inklusive offizeller und nicht-offizieller Übersetzungsvarianten. Das ist aber eigentlich auch typisch für die Remix-Kultur. Ein Video z.B. von Maschek kombiniert die Fernsehbilder mit eigenem Text - wenn es aber einmal fertig ist, ist es ein eigenständiges Kunstwerk.

Diese literarische Sichtweise der Bibel tut dem viel weiteren Verständnis der Bibel von ChristInnen als Heilige Schrift und Offenbarung keinen Abbruch. Vielmehr glaube ich, dass diese Sichtweise auch neue Zugänge für heutige Menschen öffnen kann. Ein "kleines" Hemmnis gibt es aber: Im deutschsprachigen Raum ist nicht mal der Bibeltext wirklich frei zugänglich. Das glaubst du nicht? Die Offene Bibel erklärt es und arbeitet intensiv an Abhilfe.

Apr
13

Bravo, FIFTITU%!

Eine tolle Aktion von FIFTITU% bei der Eröffnung des Musiktheaters gegen den männlichen Normalbetrieb, der bei solchen Prunkbauten besonders deutlich zu Tage tritt, ist im Video zu sehen. Aber schade, dass ich das in live verpasst habe. Hätte mich mehr interessiert als das Eröffnungsspektakel von dem ich als eine, die ganz in der Nähe wohnt, immer wieder beschallt werde. Man_frau stelle sich vor, dass würde die KAPU machen!?

Mar
14

Scheitern lernen

Ich habe heute meine Diplomprüfung der Theologie nicht geschafft. Naja, klar kann ich sagen, dass ich 2/3 (Pastoraltheologie und Diplomarbeit) hin gekriegt habe, aber das schwierige und umfangreiche Fach Moraltheologie muss ich noch vorm Sommer noch einmal machen.

Natürlich mache ich da Ursachenforschung: Tagesverfassung; Glück oder eben Pech bei den Fragen; ein durcheinander geratener Zeitplan beim Lernen (weil ich Ende Februar fast zwei Wochen krank war); ansich schlechte Work-Studium-Balance; die Aufregung gestern wegen unserem neuen Papst Franziskus ... whatever: Ich habe es nicht geschafft und vermutlich hat das eine Fülle von Ursachen.

Tröstlich mag auch irgendwie sein, dass ich nicht die einzige bin, die in der Moraltheologie durchgefallen ist. Tröstlich heute waren aber vor allem die vielen liebevollen Rückmeldungen meiner Studienolleg_innen vor Ort und genauso auf Twitter und Facebook. Riesengrosses Danke @all!

Theologie-Studieren war bisher für mich immer ein Weg aufwärts und vorwärts. Ich liebe dieses Studium und würde es wirklich jeder und jedem aus ganzem Herzen empfehlen. Die Theologie hat mir nicht nur interlektuell, sondern auch ganz persönlich ganz neue Welten eröffnet, die ich auf keinen Fall mehr missen möchte. Im Studium war ich bisher ganz gut, hatte doch meist recht gute Noten und nie ist mir die Freude am Studium abhanden gekommen, auch wenn ab und an was dabei war, was gerade nicht so spannend war. Im Studium habe ich das theologische Fragen gelernt und den Dingen auf den Grund zu gehen - was vielleicht als Grundhaltung viel wichtiger ist als das immer exakte Antworten-Bereithaben. Ich glaube auch, dass ich zu Recht sagen kann, dass ich eine echt gute Diplomarbeit geschrieben habe, auch wenn dieses Projekt etwas länger gedauert hat als üblich.

Nun stehe ich vor einer Kontrasterfahrung - und das ausgerechnet am Schluss. Ich habe heute auch gehört "Das hätte ich mir von Dir nicht erwartet". Und irgendwie trifft das ja auch, was ich mir von mir nicht erwartet hätte.

So ist es wohl an der Zeit nicht nur die Moraltheologie für den nächsten Prüfungstermin besser zu lernen, sondern mich auch die Erfahrung des Scheiterns einzuspüren - genau dort, wo ich es bisher anders erfahren habe als stetes selbstbewusstes Vorwärtsgehen. Ich will nun nicht sagen, dass ich noch nie wo gescheitert wäre (wer nicht?), aber neu ist für mich, dass mir das bei etwas passiert, was so sehr mit meinem eigenen ganz persönlichem Selbstverständnis verkoppelt ist wie das Theologie-Studium. Mal sehen was aus dieser neuen Erfahrung wird. Vielleicht gehört genau das noch dazu, um manche Euphorie ins rechte Licht zu rücken. Naja, das ist schwacher Trost: Ich bin schon traurig.