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Gut für die Psychohygiene
Morgen, Mittwoch, 2. Juni 2010, gehe ich wieder mal demonstrieren. Diesmal für die Öffnung in der Kirche, Hallo-Rom, die Katholische Jugend, organisiert das. Wird zwar nicht viel nutzen, so realistisch bin ich, aber es wird lustig, bunt und kreativ werden - und es ist gut für die eigene Psychohygiene. Gerade in der Kirche. Wer sieht das auch so?
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Comments
Alice Schwarzer vom 1. Juni im Editorial von EMMA: Sie schreibt über Missbrauch und über die Macht des Leugnens.
lg Karl
auf www.aliceschwarzer.de
Ich weiss da jetzt nicht, was Alice Schwarzer mit dem Inhalt meines Blogeintrages zu tun hat. Außerdem muss ich sagen, dass sie wohl Verdienste um die Frauenbewegung in den 1970ern haben mag, mir aber mittlerweile zutiefst unsympathisch geworden ist: Da kommt immer wieder mal latenter Rassismus rüber und überhaupt kommen wir in dieser Schwarz-Weiß-Malerei nicht weiter. Vielleicht sollte sie mal wirklich Judith Butler & Co lesen?
Judith Butler ist mir viel zu radikal. Das ist ja schon pathologisch!
Das neue Editorial von Alice Schwarzer fand ich gut, es scheint sie hat die Fehler, auch ihre Fehler, verstanden und bemüht sich nun gegen die Fehlentwicklungen vorzugehen.
Liebe Sandra, ich habe einfach keine Lust mich mit Alice Schwarzer zu beschäftigen. Ich finde dieses stereotype Denken in Zweigeschlechtlichkeit nicht mehr zeitgemäss und diskriminierend gegenüber allen Menschen, die sich nicht in diese Schubladen schieben lassen. Judith Butler ist da meiner Meinung nach radikal in dem Sinne, dass sie für die Würde alle Menschen eintritt - und um das geht es letztlich. Oder?
Butler steht nicht für Würde, aber Patricia Green zum Beispiel steht für die Würde aller.
http://www.kath.net/detail.php?id=26969
Was hast du denn erlebt, dass dir J. Butler nicht radikal erscheint?
Bye,
Mel
Zum verlinkten Artikel: Würde aller müsste für mich auch implizieren, dass Sexarbeit als legaler Beruf anerkannt wird und die Frauen und Männer, die in diesem Bereich tätig sind, die gleichen Rechte haben. Die gleichen Pflichten, z.B. Steuern zahlen, haben sie sowieso schon längst. Das alles ist eine Frage der Perspektive, mir gefällt da z.B. die Arbeit von maiz sehr gut.
Aber generell: Ich glaube es ist ein bisserl schwierig die Arbeit einer feministischen Theoretikerin und einer Praktikerin so 1:1 zu vergleichen.
Es ist eine Frage der Perspektive würde ich übrigens auch zu Frage nach Judith Butler sagen - was verstehen wir überhaupt unter dem Begriff "radikal"? Insofern kann ich ohne einer vorgängigen Begriffsklärung dazu schwer was sagen.
Von der Wortbedeutung her heisst "radikal" "an die Wurzel gehend", das wäre für mich ja mal positiv besetzt, es geht doch darum den Dingen auf den Grund zu gehen, im Fall von Judith Butler der Frage, wie wir überhaupt dazu kommen von "Frau" und "Mann" zu sprechen und damit Menschen in Schubladen zu schieben und damit implizit alle, die da nicht reinpassen, zu diskriminieren.
Ich muss schon mal kritisch rückfragen: Habt ihr Judith Butler überhaupt gelesen?
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