Jul
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Klinger, Elmar, Der Glaube des Konzils

Klinger, Elmar, Der Glaube des Konzils. Ein dogmatischer Fortschritt, in: Klinger, Elmar, Wittstatt, Klaus (Hgg.), Glaube im Prozeß. Christsein nach dem II. Vatikanischen Konzil, Freiburg - Basel - Wien 1984, 615 - 626

(617) Dogmen als Existenzbegriffe: Tatsachen & Meinungen/Lehren. -> Glaube ist etwsas Vorhandenes (in der Überlieferung) und etwas Aufgegebenes (für die Kirche). Existenz ist Entwurf.
(618) II. Vat: Gleichgewichtigkeit beider Formen.
(619) Lehre des Glaubens muss möglichst viele Bereiche des Lebens durchdringen und sie muß auf das Leben der Menschen schauen.
(621) Verkündigung des Glaubens = Evangelisierung: prinzip. Zusammenhang zwischen der Lehre und ihrem Träger und Adressaten.
Evangelisierung = Weitergabe der Lehre in ihrem Existenzgehalt und ihrer identitätsbildenden Funktion. Anthropologie als Grundlage.
Diese Tätigkeit ist Aufgabe des Volkes Gottes, der ganzen Kirche: (622) LG 35 "Zeugnis des Lebens"
(623) Berufung des Menschen
(625) LG 9: Kirche = Volk Gottes
Gegenstand des Glaubens ist der Mensch und seine Existenz
Glaube ist ..." Prinzip des Lebens, Durchführung seiner Existenz, Einsatz für das, was es beinhaltet, Vorwegnahme endgültigen Daseins im Kampf um eine befreite Welt, die Zukunft des Menschen in Christus und Gott". Identitätsbildende Funktion. Kirche ist Ort der Praxis des Glaubens.
(626) Antizipation der Zukunft Gottes durch das Handeln der Menschen. Das ist die Lehre selbst. Sie ist formal eine Botschaft und material eine Tatsache der Existenz.