Dec
13

Was ist übrig geblieben von Weihnachten?

christmasNeuerdings in einer vertrauten Runde: Alle, alle ohne Ausnahme, haben Stress mit Weihnachten. Die einen würden am liebsten weit weg auf Urlaub fahren. Wer anderer switcht am Heiligabend zwischen zwei verfeindeten "Familien" und kann es niemand recht machen. Und die nächste spürt zu Weihnachten besonders intensiv die Einsamkeit. Der Druck auf traute Familie zu machen, kostet unendlich viel Energie. Alle sind gestresst, niemand redet darüber wie es ihr oder ihm wirklich geht.

Was ist da passiert? Ich glaube viel mehr als nur der sowieso offensichtliche Konsumwahn. Die eigentliche Message von Weihnachten kommt nicht mehr an. Kein Platz für Gott, der Mensch geworden ist, nichts Tragendes mehr und die Erinnerungen die Kindheit werden mit der Distanz der Erwachsenen auch immer weniger verklärt. Es wirkt nur noch der Druck etwas heil darzustellen, dass nicht heil ist.

Was ist das, dass so viele Menschen froh wären, wenn der 24. und 25. Dezember Tage wie alle anderen wären? Millionen Menschen weltweit sind Christ_innen - und so wenig hilft diese gute Botschaft zum guten Leben, ja ihre Traditionen machen es Menschen sogar noch schwerer gut zu leben.

Nachdenklich ....

Foto: Flickr CC by-nc-nd rageforst

Comments

Submitted by theomix (not verified) on 13. December 2013 - 21:06.

Es war vermutlich ein Fehler, dass "wir" (also Kirchens) auf den "allgemeinen Zug der weihnachtlichen Rührseligkeit" aufgesprungen sind und hofften, so zum Werterhalt beizutragen oder die eigene Bedeutung zu erhalten.
Alle sehnen sich nach Schlichtheit, "wir" trauen uns nicht.

Submitted by andrea on 13. December 2013 - 21:36.

Ja, Jörg, das glaube ich auch, dass das ein guter Teil davon ist.

Submitted by Gaby (not verified) on 14. December 2013 - 10:27.

Viele Menschen haben verlernt, Ruhe zu finden, auf den anderen zuzugehen. Sie haben vielleicht auch Angst davor, sich mit sich selbst auseinandersetzen zu müssen. Darum treiben sie sich selbst in die Hektik, lassen sich in die Hektik treiben. Mit allen Mitteln wollen sie dann Feiertage schön gestalten, was aber ob der ganzen Hektik und dem ganzen Druck nicht gelingt. Das Chaos ist perfekt.

Submitted by andrea on 15. December 2013 - 14:05.

Stimmt wohl alles. Trotzdem bleibt für mich die Frage: Welchen Beitrag haben die Kirchen geleistet, dass es so ist wie es ist.

Submitted by Gast (not verified) on 17. December 2013 - 19:32.

Total überladen das ganze, weil alle mächtig unter Druck gesetzt werden durch den absoluten Erfolgszwang beim "Fest der Liebe".

Und daran ist keineswegs der "Konsumterror" dran schuld; der ist lediglich eine Folgeerscheinung von diesem "Zwang zur Liebe".

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