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Zwei Seiten einer Medaille

Am 6. bzw. 9. August jähren sich die Atombomben-Abwürfe auf Hiroshima bzw. Nagasaki wieder. 300.000 Menschen sind damals unmittelbar ums Leben gekommen, wie viele es in Folge der radioaktiven Verstrahlung waren und sind, ist nicht ganz genau bekannt. Vermutlich noch einmal soviele.

Das ausgerechnet in diesem Land, das durch diese Atombomben-Abwürfe so schwer getroffen wurde, heuer ein Atomkraftwerk so beschädigt wurde, dass die Folgen dieses Unfalls noch immer völlig unabsehbar sind, ist traurig und bedenkenswert. Offenbar hat es die japanische Atom-Lobby geschafft, die "friedliche" Nutzung von Atomenergie als komplett etwas anderes darzustellen als den militärischen Einsatz dieser Technologie. Tatsache ist allerdings, dass die Zusammenhänge realistisch betrachtet unübersehbar sind - die zwei Seiten einer Medaille.

Genau so wenig wie es gute oder schlechte atombewaffnete Länder gibt, gibt es gute oder schlechte Nutzungsformen der Atomenergie. Die einzige Konsequenz muss sein: Atomkraft - Nein Danke! Wir brauchen weder die angebliche Abwehr von Bedrohungen durch Atomwaffen - denn Sicherheit entsteht im Miteinander, nicht im Gegeneinander - noch die "friedliche" Nutzung der Atomenergie - denn die möglichen Folgen eines Unfalls und die Müllprobleme für die nächsten Generationen sind unabsehbar und es gibt längst wirklich saubere Energieproduktions-Technologien, die nur entsprechend gefördert werden müssten.

Was braucht es, damit die Menschen verstehen, dass die Zukunft atomfrei oder gar nicht sein wird?

Hinweise:

Foto BY-NC-ND by jpellgen

Comments

Submitted by Andreas Pecha / Alois Reisenbichler / Friedensbüro Wien (not verified) on 2. August 2011 - 23:37.

Liebe Andrea, DANKE für deine Grußadresse für unsere Hiroshimaaktion. Ein großes DANKE dafür, dass du 2001 unsere Homepage geschaffen hast, mit der wir jetzt schon 10 JAHRE LANG FriedensfreundInnen in aller Welt über unsere Hiroshimaaktion und über die Grußadressen informieren.
Viele liebe und solidarische Friedensgrüße aus Wien,
Andreas Pecha und Alois Reisenbichler
Friedensbüro Wien

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