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Ich will weniger und teurere Parkplätze in Linz!
Kaum wagt es die Linzer Umweltstadträtin Eva Schobesberger von den Grünen auch nur anzudeuten, dass ja eine mögliche Maßnahme für Verbesserungen der Linzer Luft wäre, die Parkgebühren zu erhöhen, bricht die Panik aus in den Medien. Das nutze nichts und überhaupt ... Dazu passt dann auch noch eine Umfrage in der Linzer Rundschau zur Linzer Luftqualität, die sowas von tendenziös ist bei der Auswahl der Befragten. Dabei wird nicht berücksichtigt, dass viele Gefahren wie der Feinstaub unsichtbar und nicht unmittelbar spürbar sind - die subjektive Sicht ist also ohne den wissenschaftlichen Background mehr verwirrend als aufklärend.
Ich frage mich, warum das Parken in Linz oder anderen Städten so billig ist. Das ist öffentlicher Raum, der allen gehört, aber faktisch von den AutofahrerInnen privatisiert wird. "Privare" heisst von der lateinischen Wortbedeutung her "rauben" - und das ist es auch. Aufgrund der vielen Parkplätze fehlt Platz für Radfahrstreifen, Gehwege, Spielplätze, mehr Grün in der Innenstadt, nicht definierte Flächen für was auch immer ...
Diese Grafik aus einem Buch des Verkehrsexperten Hermann Knoflacher macht den Platzbedarf drastisch deutlich:

10% aller Autofahrten sind kürzer als ein Kilometer. Was wäre, wenn die keinen Parkplatz vorfinden würden oder soviel dafür zahlen müssten, dass es einfach zur finanziellen Belastung wird? Würde das nicht, zusammen mit dem Ausbau der Öffentlichen Verkehrsmittel und der Rad- und Gehwege etwas bewirken?
Ein Jahresticket der LinzAG für die öffentichen Verkehrsmittel kostet zum Normalpreis € 370,00, für Menschen mit wenig Geld gibt es Ermässigungen wie das wirklich sehr lobenswerte Aktivpass-Ticket um € 10.- im Monat. Was wäre, wenn Bewohner_innenparken in der Stadt nur noch für Menschen mit besonderen Bedürfnissen erlaubt wäre und nicht wie jetzt die Jahrenkarten dafür um € 46,60 pro Jahr verschleudert würden?
Das Projekt Linzer Westring, Transitautobahn durch Linz, mit Tunnel und Donaubrücke, kostet nach aktuellen Schätzungen Westring über 2.000 Mill €. Was wäre, wenn dieses Geld in den öffentlichen Verkehr in Linz und im Linzer Umland investiert würde, z.B. in eine Schienenverbindung Linz – Gallneukirchen – Pregarten, in den Ausbau der Verbindung in den Bezirk Rohrbach, in Radwege, in Gehwege, in Park-and-Ride-Parkplätze ausserhalb der Stadt, wo es unbedingt nötig ist, .... Ja, ich weiss, dass ist Geld vom Bund, dass da in den Westring fließen soll - aber niemand kann mir erzählen, dass das so passiert, wenn sich die Stadt Linz dagegen stellt, stellen würde ...
Ja, wenn ich schon beim Träumen bin: Was wäre, wenn die Linzer Innenstadt autofrei wäre ...
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Comments
Ich will weniger Smog, Lärm und Benzinverbrauch durch Parkplatz-suchende Autos.
Will auch weniger Lärm, Smog und Benzinverbrauch durch Parktplatz-suchende Autos. Und weniger Aggression meiner Mitbürger und Mitbürgerinnen, weniger Schadenfreude, weniger Gehässigkeiten, weniger Ideologie, weniger Gemeinheiten und weniger Nächstenfeindlichkeit.
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