Web 2.0

Fremdgehen ...

Posted by andrea
8. August 2009 - 13:54

LeserInnen des RSS-Feeds meines Blogs wird schon aufgefallen sein, dass hier seltener Beiträge erscheinen als früher. Ja, die Dinge entwickeln sich weiter.

Einerseits blogge ich viel auf SantaPrecaria, was ich zwar auch gut hier bloggen könnte, aber "doppelt gemoppelt" macht für mich im Web einfach keinen Sinn. Da reicht es völlig, wenn ich die Beiträge ab und zu mal verlinke.

Und andererseits habe ich jetzt seit Mai einen neuen Job für das Projekt ThemaTisch.at der Katholischen Aktion. Dort ist jetzt der erste Redaktionsblog seit einer Weile online, wenn auch die ganze Blog-Community noch nicht ganz fertig ist. Viele Themen, die ich hier bloggen würde, passen auch dort. Also verändert sich dieses Blog. Es ist einfach mein Blog abzüglich der Themen, die ich woanders blogge.

Ich würde mich freuen, wenn die Intention dieses Blogeintrages Früchte zeigt und ich eure Neugierde geweckt habe. Schaut mal in die anderen Blogs rein!

Ich habe einen neuen Job ...

Posted by andrea
29. April 2009 - 17:03

Manche haben es schon mitgekriegt, aber da es jetzt ganz offiziell ist: Ich habe einen neuen Job. Ab Mai 2009 bin ich für die Katholische Aktion der Katholischen Kirche in Oberösterreich zuständig eine neue Online-Community ThemaTisch.at (die Domain verweist einstweilen noch auf die Homepage der Katholischen Kirche in Oberösterreich) aufzubauen. Inhaltlich soll es da um gesellschaftspolitische Themen gehen, die einerseits für Menschen von heute relevant sind und andererseits auch innerhalb der Katholischen Aktion bearbeitet werden, z.B. Sozialpolitik, Ökologie, Frauen-Männer, Entwicklungspolitik, ... Ausgewählte Veranstaltungen ergänzen die Online-Aktivitäten offline und ermöglichen es, dass Menschen auch persönlich in Kontakt kommen. Denn bei aller Kommunikation, die übers Internet möglich ist, ist schon auch klar, dass das Internet persönliche, zwischenmenschliche Kontakte nur ergänzen, aber nicht ersetzen kann.

Also ein ambitioniertes Projekt, dass noch ganz am Anfang steht. Einstweilen gibt es mal einen Twitter-Account, an der technischen Lösung einer Homebase für das Projekt wird gerade gearbeitet. Heute habe mal mein Büro bezogen, nette KollegInnen und andere MitarbeiterInnen im Diözesanhaus kennengelernt und mich einfach mal orientiert, was da auf mich zukommt. Persönlich freue ich mich auf sehr auf die neue Tätigkeit. Sie verbindet in besonderer Weise mein Interesse und meine Freude am Web 2.0 mit der christlichen Theologie, so wie ich sie verstehe: weltoffen, engagiert, kritisch, einfach in der Welt, bei den Menschen - denn von Gott können wir nur reden, wenn wir zuallererst vom Menschen reden.

Themensuche fürs Bloggen

Posted by andrea
17. April 2009 - 17:00

Christian Henner-Fehr beschreibt in seinem Kulturmanagement-Blog sehr anschaulich, wie er strukturiert zu Themen für sein Blog kommt. An erster Stelle stehen dafür andere Weblogs, zusammengesammelt mit RSS. Im zweiten Teil widmet er sich dem Social Bookmarking und zum Abschluss geht es um Twitter.

Alles in allem eine kleine Serie, die nicht nur Blogger_innen zu empfehlen ist, sondern allen, die an einer effizenten, themenorientierten Recherche interessiert sind. Und das nicht nur im Kulturbereich!

Überwachungsstaat - wie der Frosch im heißen Wasser

Posted by andrea
9. April 2009 - 23:44

Tiefe, aber gut aufbereitete, Wahrheiten über die salami-mässige Aushöhlung unserer Bürger_innen-Rechte. Danke an Stefan Leitner-Sidl - konnex für den Tipp.

Frauen und Twitter: öffentlich und privat, Quantität und Qualität

Posted by andrea
8. April 2009 - 19:30

Ich schreibe ja hier relativ selten übers Internet. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass zu den neuesten Entwicklungen, insbesondere zum Web 2.0, sowieso schon so viel gesagt wird, was ich nicht wiederholen muss. Vielmehr habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht, die interessantesten Fundstücke dazu zu twittern oder bei Del.ico.us zu bookmarken.

Da nun aber anlässlich der deutschsprachigen Twitterumfrage die Debatte um Frauen und Twitter entbrannt ist, kann ich es nicht lassen und muss dazu auch bloggen. Ein signifikantes Ergebnis dieser Umfrage unter 2811 Twitter-Nutzer_innen ist, dass nur etwa ein Viertel davon Frauen sind. Als eine, die sich seit vielen Jahren immer wieder mit Frauen und Technik beschäftigt, ist das für mich bei längerem Überlegen kein wirklich überraschendes Ergebnis, auch wenn meine subjektive Schätzung eine andere gewesen wäre. Das deswegen, weil ich besonders (aber nicht nur) am Web2.0 Kontakt mit anderen Frauen interessiert bin und so auch meine Kontakte entsprechend ausfallen.

Interessant ist, dass die Studie besagt, dass Frauen häufige über "private" Themen twittern und auch öfter ihre Twitter-Account auf "nicht öffentlich" eingestellt haben. Ihdl bemerkt in ihrem Blogkommentar dazu, dass auch 2009 offenbar "Privatheit und Öffentlichkeit zwei Sphären sind, die noch geschlechtsspezifisch geprägt sind". Auf Freshzweinull werden Frauen dann auch gleich als "Geheimnisträger" (!) bezeichnet. Dieser Jargon ist für mich ein Indiz für die Überlegung von Ihdl, dass Frauen offenbar stärker "ihre Privatidentität vor konkreter Gefährdung schützen wollen". Offenbar ist das noch immer notwendig, weil Frauen sobald sie die ihnen traditionell zugewiesenen Sphären überschreiten, sich stärker der Kritik aussetzen. Manche Kommentare in Blogs von Feministinnen oder auch der Kommentarbereich auf diestandard sprechen davon ja Bände.

Das Drupal Song Music Video

Posted by andrea
2. April 2009 - 22:03

Ich betreibe meinen Blog ja mit dem Content Management System Drupal, gehostet und betreut von servus.at. Das folgende kurze Video zeigt, wie cool Drupal ist:

"Webreligion" - ein interessanter Blog zu Religionswissenschaft und Internet

Posted by andrea
3. März 2009 - 22:47

Das Weblog von Dr. Blume Religionswissenschaft aus Freude lese ich ja schon eine Weile. Über dieses bin ich auf eine neues Weblog aufmerksam geworden, das ich ich hier kurz vorstellen möchte: Webreligion ist auch ein religionswissenschaftlicher Blog und wird von Studierenden betrieben, die gemeinsam ein Proseminar ‘The Internet is the Trailer Park for the Soul’ der religionswissenschaftlichen Institute an den Universitäten Heidelberg und Bremen besuchten. Darum finden sich dort z.B. so interessante Einträge wie "Zur religionswissenschaftliche Relevanz von Videoportalen am Beispiel von Kathtube" oder ein Beitrag zur Rezeptionsgeschichte als methodischer Zugang zum Web 2.0. Reinschauen lohnt sich - wenn sich weitere spannende Beiträge aus diesem Blog in meinem RSS-Feed finden, werde ich berichten. 

Apropos, für meine LeserInnen, die mit Theologie und Religionswissenschaft nicht so vertraut sind: Religionswissenschaft oder auch Religionssoziologie sind Geisteswissenschaften, die eine Außenperspektive einnehmen. Sie arbeiten, wie andere Wissenschaften auch, mit einem "methodischen Agnostizismus" (dass es sowas wie Objektivität nicht gibt, ist wissenschaftstheoretisch sowieso klar, aber das ist eine andere Frage). Theologie geht nicht ohne der Ich-Perspektive. Ich studiere Theologie, weil ich rational verantworten will, was ich als Christin glaube. Selbstverständlich gibt es im Theologiestudium auch viele Inhalte, die auch eine klassische geisteswissenschaftliche Perspektive einnehmen, weil das ganz einfach zur Ausbildung guter Theolog_innen dazugehört. Aber Theologie, die Wissenschaft von Gott, passiert in einer bewussten Perspektive der Parteilichkeit für das, was wir gemeinsam glauben. Und Gott ist kein "Gegenstand unter anderen", sondern vielmehr eine Chiffre dafür, dass der Mensch viel mehr ist als ein "Gegenstand unter anderen".

Vorstellung von Santa Precaria auf eBetriebsrat

Posted by andrea
24. Februar 2009 - 22:15

Im Blog eBetriebsrat habe ich einen Gastbeitrag verfasst und das Blog Santa Precaria vorgestellt. Hier nur dieser kurze Hinweis darauf.

Kirche 2.0 - sachdienliche Hinweise

Posted by andrea
23. Februar 2009 - 23:29

Nachdem ich letzte Woche über Kirche, die Medien und das Web2.0 gebloggt habe, hat sich zwischenzeitlich schon wieder einiges für mich Neues zum Thema ergeben, das ich hier weitergeben und -empfehlen möchte.

Dass der Vatikan nun auch auf YouTube zu finden ist, war vor kurzem auch in den Mainstream-Medien zu lesen. Ob die sehr traditionell wirkenden Formate der Videos auch die YouTube-Zielgruppe ansprechen, ist für mich fraglich, aber das kann ja noch werden ;-) Hier jedenfalls ein kleiner Ausschnitt, der Papst zum Thema "Vorrang der Ethik gegenüber Genetik"

Ein Blog, der sich explizit mit dem Thema Kirche im Web 2.0 beschäftigt ist Netzinkulturation.de - Entwickelt Internet Kirche?. Dort ist z.B. zu lesen, dass die katholische Kirche nun in Second Life zu finden ist.

Von der Studie “Verkündigung 2.0 - Kirche im Web 2.0″ der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main (via Liechtenecker) ist derzeit vor allem das Projektkonzept online. Das bin ich schon gespannt, ob etwas und was da noch kommt.

Von der Weltkirche, über Deutschland nach Österreich:

Christopolis (danke, Marcel für den Hinweis) ist ein Blog, das "Sozialwort-Magazin der Katholischen Aktion der Erzdiözese Wien in Kooperation mit der Evangelischen Diakonie und der Katholischen Sozialakademie". Das Projekt schließt an an das Ökumenische Sozialwort der christlichen Kirchen aus dem Jahr 2003, das auch mit Selbstverpflichtung der Kirchen einherging an dem Thema weiterzuarbeiten. Lustig finde ich, dass sich dort das aktuelle Attac-Video findet, dass ich auch gerade eben beworben habe.

Von der Katholischen Jugend gibt es nicht nur die schon erwähnte Website aufbauen-statt-abhauen, sondern auch deren sonstigen Webangebot ist einladend Web 2.0ig. Leider habe ich aber im Blog keinen RSS-Feed gefunden, dafür gibt es einen YouTube-Channel und lebendige Facebook-Gruppe sowohl für Wien als auch Österreich. Das überraschen auch die Projekte nicht: Die Katholische Jugend lädt mittels find•fight•follow zu Jugendgottesdiensten ein, es gibt dazu das volle Programm: Weblog, YouTube.com, MySpace.com, StudiVZ und Facebook. Ähnlich verhält es sich mit 72 Stunden ohne Kompromiss, der größten österreichischen Jugend-Sozialaktion mit mehr als 5000 Helfer_innen, die sich in Sozialorganisationen ehrenamtlich engagieren.

Will be continued ... Ich freue mich über weitere sachdienliche Hinweise!

Kommunikation statt ideologische Propaganda: Die katholische Kirche, die Medien und das Web2.0

Posted by andrea
18. Februar 2009 - 12:45

Robert Misik, den ich für seine kapitalismuskritischen, oftmals witzig-ironischen, Beiträge sehr schätze, aber leider weniger für seine undifferenzierte Haltung gegenüber den Religionen, schreibt in der heutigen Ausgabe der Wiener Stadtzeitung Falter über Heilige Bytes, über christlich-fundamentalistische Internetseiten wie kreuz.net und gloria.tv. Richtig ist die Kritik von Robert Misik an deren fundamentalistischer, vordemokratischer Haltung, aber er behauptet auch, dass diese Internetaktivitäten der Amtskirche den Rang ablaufen. Für diese Plattformen kann das ganz sicher nicht gelten, das ist eindeutig Minderheitenprogramm. Kreuz.net hat sich mit seinen Aussagen z.B. zur Homosexualität auch selbst außerhalb der katholischen Kirche katapultiert, wie Robert Misik im Verweis auf Paul Wuthe, den Leiter des Medienreferats der Österreichischen Bischofskonferenz, selbst anmerkt.

Die Frage aber, ob die Fundamentalist_innen der Amtskirche den Rang abgelaufen haben, bleibt. Wenn dann macht es aber mehr Sinn sie in Bezug auf kath.net zu stellen, eine Nachrichtenplattform mit sehr lebendigem Forum ("Nur für Katholiken"), die sich selbst als die "größte deutschsprachige katholische Internet-Community" bezeichnet. Ob das stimmt, kann ich nicht nachvollziehen, Tatsache ist aber, dass diese Website offenbar ein Sammelbecken für alle ist, die "katholisch" mit moralischer Rigidität bis hin zur Diskriminierung queerer Lebensweisen, unkritischer Rom-Hörigkeit, platter Bibelauslegung und einfachen Antworten alá dem theologisch in vielen Punkten fragwürdigen Katechismus der katholischen Kirche, dem jedenfalls die Übersetzung der Glaubensinhalte in eine heutige Welt nicht gelungen ist, verwechseln. Für Weltoffenheit, Modernität, Pluralismus, Diskursfähigkeit in der heutigen Welt ist da wenig Platz, weil die Betreiber_innen sowieso immer schon vorher die Antwort auf notwendige Fragen wissen.

Aber auch bei kath.net denke ich, dass es sich um ein Minderheitenprogramm handelt, dass keine breite Basis bei den Mitgliedern der katholischen Kirche hat, gleiches würde ich auch für Radio Maria, Radio Horeb oder K-TV behaupten. Mein Eindruck ist, das hinter diesen Angeboten eine kleine, wenn auch gut vernetzte und technisch visierte Gruppe steht.

Trotzdem bleibt die Frage von Robert Misik, denn auch wenn die Medienangebote der Fundamentalist_innen ein Minderheitenprogramm für wenige sind, ist zu fragen, was die "Amtskirche" denn zu bieten hat. Ich denke, dass die breite Mehrheit der katholischen Christ_innen bei Bedarf, z.B. weil eine Gottesdienstteilnahme aufgrund von Krankheit nicht möglich ist, sicher viel eher auf die Fernseh-und Radio-Übertragungen von Gottesdiensten im ORF zurückgreift oder sich auf religion.orf.at oder in den dazugehörigen Sendungen (die nebenbei bemerkt ein wirkliches, seltenes Highlight des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Österreich sind) informiert. Im Internet bieten auch der Nachrichtendienst der Österreichischen Katholischen Presseagentur Kathpress oder die Webseiten der Diözesen einen guten Überblick, bei allen Diözesen finden sich neben Nachrichten auch vielfältige spirituelle Angebote. Und der Vatikan hat ja nicht nur eine Internetseite, sondern seit einigen Wochen auch einen mehrsprachigen YouTube-Channel, etwas das beispielweise auch die Katholische Kirche in Oberösterreich schon einige Zeit betriebt.

Es gibt mit dem bestehenden Webseiten eine gute Basis für die Präsenz im Internet und gleichzeitig wird nicht der Aufbau einer eigenen Video-Community betrieben (wie es kathnet mit kathtube tut und gloria.tv ist ja auch so ein Beispiel), sondern Kirche ist dort, wo die Menschen sind - und das ist eben YouTube im Videobereich. Auch wenn (noch) andere kommunikative und interaktive Formate wie Blogs, Twitter oder das Engagement in sozialen Internetnetzwerken wie Facebook fehlen, sehe ich das doch als ersten Schritt in die richtige Richtung. Wenn es in der Pastoralkonstitution des II. Vatikanischen Konzils heisst "Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi. Und es gibt nichts wahrhaft Menschliches, das nicht in ihren Herzen seinen Widerhall fände", so kann die Konsequenz nicht der Aufbau eigener, abgeschlossener Communities im Netz sondern, sondern es braucht die Kirche bei den Menschen. In einer pluralen Gesellschaft - und diese Pluralität hat längst auch die katholischen Gläubigen erreicht, wie der Religionssoziologe Michael Ebertz gestern in Kreuz & Quer betonte - braucht es Kommunikations- und Diskursfähigkeit, eine klare Parteinahme für die Marginalisierten dieser Gesellschaft und die Erhaltung unserer natürlicher Lebensgrundlagen, Gespür und Empathie für heutige Lebensfragen und die Offenheit, andere Meinungen auszuhalten. Und das alles kann nur ausgehend von einer eigenen, reflektierten Haltung passieren, die sich klar am christlichen Menschenbild orientiert. Das ist vielleicht auch das, was die österreichischen Bischöfe mit "Auf Christus schauen" am Montag in ihrem Hirtenbrief gemeint haben, ich hätte es vermutlich aber anders, zeitgemässer, formuliert. Der Orientierungspunkt für Christ_innen muss die Praxis Jesu sein - und diese ist eine diskursive Praxis.

Insofern denke ich, dass der Ausbau von Aktivitäten der Kirche im Social Web den "Zeichen der Zeit" entsprechen würde und auch schon begonnen hat. Ausgangspunkt dafür sind für mich aber weniger die Zentralen, sei es der Vatikan oder auch die Diözesanleitungen, sondern vielmehr jene "Organisationseinheiten" der Kirche, wo diese diskursive Praxis alltäglich sowieso schon gelebt wird im persönlichen Kontakt, im Hinhören und im Gespräch: Die Pfarrgemeinden, Bildungshäuser, der auch gerade wieder mal diskutierte Religionsunterricht, die Katholische Aktion und andere kirchliche Basisgruppen, der ganz normale pastorale Alltag.

Ein gutes Beispiel dafür, wie es geht, ist die diese Woche vorgestellt Website Aufbauen-statt-Abhauen, die von Aktivist_innen der katholischen Jugend eingerichtet wurde, und (junge) Menschen dazu einlädt, sich selbst ein T-Shirt zu gestalten, sich damit zu fotografieren und zu sagen, warum sie trotz der aktuellen "Kirchenkrise" bleiben. Ich wünsche mir mehr davon!

Diese Aktivitäten werden sich dann nicht "größte deutschsprachige katholische Internet-Community" nennen, sondern pluraler, diskursiver, vielfältiger sein, was der Begriff "katholisch" von der griechischen Grundbedeutung des Wortes her "das Ganze betreffend, allgemein gültig" auch insinnuiert. Damit entsteht zwar nicht soviel Aufmerksamkeit in den Mainstream-Medien, aber viel eher besteht die Chance, dass "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen" (Mt 18,20) auch eine wirklich entsprechende Präsenz im Web2.0 findet. Das wird dann auch deutlich, dass die christliche Botschaft nicht die vorschnellen Antworten sind, sondern vielmehr das Aushalten der Fragmentarität des menschlichen Lebens, hoffend darauf, dass das mehr als neoliberale Geschäftigkeit ist.